Abholzung und Zerstörung des Regenwaldes
Die Geschichte der Zerstörung tropischer Regenwälder begann vor etwa 500 Jahren. Heute schreitet die Zerstörung schneller voran als je zuvor.

Das Ausmaß der Zerstörung ist immens. Jährlich wird eine Fläche abgeholzt, die zweieinhalb mal so groß ist wie Österreich! Satellitenbilder konnten zeigen, dass zwischen August und Dezember 2007 allein in Brasilien bis zu 7000 Quadratkilometer Wald geschlagen worden sind. Das entspricht etwa der Hälfte der Waldfläche der Schweiz. Die Zerstörung ist damit etwa viermal so hoch wie im Vergleichszeitraum 2004. Etwa ein Fünftel des Regenwalds am Amazonas ist bereits vernichtet.

Im Jahr 2000 betrug die globale Waldfläche laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der ereinten Nationen (FAO) 38 Millionen Quadratkilometer, das sind rund 30 Prozent der eisfreien Landfläche. 47 Prozent der Waldflächen sind bedeckt von tropischen Regenwälder, 9 Prozent von subtropischen, 11 Prozent von temperierten und von 33 Prozent borealen Wäldern.
29 Staaten der Erde besitzen nur noch weniger als 10 Prozent ihrer ursprünglichen Wälder, 25 Staaten sind praktisch völlig entwaldet. Im Verlauf der Menschheitsgeschichte ist die Waldfläche von 60 Millionen Quadratkilometern (vor 8000 Jahren) auf 38 Millonen Quadratkilometer zurück gegangen.

In zehn Jahren, zwischen 1990 und 2000, ging die Waldfläche in den tropischen Regionen weltweit um 1,2 Millionen Quadratkilometer zurück, das entspricht einem mittleren jährlichen Rückgang von 120.300 Quadratkilometern! Mit den Flächenverlusten sind immer auch enorme Artverluste verbunden.

Bestätigt werden diese deprimierenden Zahlen im Waldbericht der FAO (Food and Agriculture Organization, Welternährungsorganisation der UNO) von 2007, wonach der Amazonas-Regenwald weiter gewaltig schrumpft. Dazu sagte Bundespräsident Horst Köhler im März 2007: "Wenn der tropische Regenwald kaputt geht, dann ist nicht nur Brasilien geschädigt, sondern die ganze Welt."

Regenwaldschutz
Resignation ist keine Lösung! Die tropischen Regenwälder sind noch zu retten. Viele Menschen denken, nichts gegen die Zerstörung der Regenwälder unternehmen zu können. Doch das ist falsch, Regenwaldschutz beginnt im Alltag. Global denken - lokal handeln. Das heißt, wer etwas ändern möchte, sollte zuerst die Zusammenhänge verstehen und sich mit den Ursachen der Regenwaldzerstörung auseinandersetzen. Das ist globales Denken. Und lokales Handeln bedeutet nichts anderes, als sein Verbraucherverhalten zu überdenken. 
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