Agro-Forstwirtschaft:
Aufbau und biologische Entwicklung
Agro-Forstwirtschaft (engl. Agroforestry) nach dem Prinzip der Permakultur. Dabei werden naturnahe Waldwirtschaft und Nahrungsproduktion miteinander kombiniert.

Agro-forstwirtschaftliche Systeme werden insbesondere in Gebieten, die natürlicherweise von tropischem Regenwald bewachsen sind, als ökologisch vorteilhaft angesehen. Sie sind artenreich, stabilisieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion.
Aufbau und Funktionsweise
Agro-Forstwirtschaft bezeichnet ein Produktions-system, das Elemente der Forstwirtschaft mit denen der Land-wirtschaft kombiniert.

Sowohl mehrjährige Edelhölzer (z. B. Teak- und Mahagoni-Bäume) als auch einjährige land-wirtschaftliche Nutzpflanzen, werden auf der selben Fläche integriert. Diese Bäume sind sehr groß und geben den darunter wachsenden Pflanzen ein wenig Schatten, so dass sie nicht in der prallen Sonne verbrennen.

In der darunter liegenden Etage, werden z. B. Zitrusfrüchte, Papayas und Mangos geerntet. Die Pflanzen sind nicht so groß und benötigen auch nicht die volle Sonneneinstrahlung. Auf dem Boden, im Schatten, lässt sich tropisches Gemüse anbauen. Im Boden wachsen Süßkartoffeln oder Yamswurzeln.
Mit diesem ausgeklügelten System kann sich jede Pflanze in ihrer Wachstumshöhe entfalten und den optimalen Ertrag liefern. Sie haben genügend Licht und Nahrung und es kann das ganze Jahr über geerntet werden. Der Schädlingsbefall ist gleich Null, da keine Monokultur betrieben wird. Der Boden ist ständig bedeckt und wird dadurch vor zu starker Sonneneinstrahlung und Auswaschung durch die starken tropischen Regenfälle geschützt.

Diese ökologische Mischkultur erlaubt es uns, die Grundstücke für die Plantagen langfristig zu nutzen und zusätzlich den einheimischen Mitarbeitern eine sichere Arbeitsstelle zu bieten. Die Einnahmen aus dieser ökologischen Mischkultur ermöglichen uns die Kosten für die Bewirtschaftung und Pflege der Edelholz-Bäume auf ein Minimum zu senken. Es gilt ferner als erwiesen, dass Teak und auch Mahagoni (Caoba), ein deutlich schnelleres Wachstum als in reinen Monokultur-Plantagen erfahren. Darüber hinaus ist die Qualität der Edelholzstämme deutlich besser, als bei reinem Monokulturplantagenbetrieb.
Die Mischbepflanzung von Mahagoni Edelhölzern mit Kakaobäumen, Bambus und Mais sorgt einerseits für symbiotische Vorteile und andererseits versorgt sie Mensch und Tier hier mit Nahrung und es werden zusätzlich noch die CO² Werte verbessert.

Die Auswahl der besten Setzlinge und die Aufarbeitung des Bodens sind die ersten vorzunehmenden Maßnahmen. Nachdem der junge Baum seinen Platz gefunden hat, ist eine dauerhafte Kontrolle unerlässlich.

Aufgrund der hohen Niederschlagsdichte und einer gesunden Mischholzpflanzung, sowie ständiger Kontrolle, werden die Bäume weitgehend von Schädlingsbefall verschont, sodass auf chemische Zusätze verzichtet werden kann

Die Qualität und das Volumen des Einschlages bei der Schlussernte hängen in hohem Maße von der Professionalität des vorangegangenen Pflegemanagements ab. Sämtliche Farmen unterliegen strengsten ökologischen, sozialen und ökonomischen Standards.

Schlagreife nach 12 Monaten:
Als Eigentümer des Baumes entscheiden Sie sich, diesen bei vorhandener Schlagreife für die Verwertung freizugeben oder weiter wachsen zu lassen um höhere Gewinne zu erzielen.

Bei besonders positiver Marktentwicklung könnten auch Abnahmepreise nach 12 Jahren von 750 Euro und mehr als durchaus im Rahmen des Möglichen stehen.
Ökologische Mischkultur
Damit steigt auch der zu erzielende Kaufpreis bei der Ernte. Dies haben wissenschaftliche Untersuchungen in unserer Langzeitstudie in der Versuchsplantage "La vida del arbol" in der Dominikanischen Republik ergeben.

Der Erhalt des Regenwaldes ist global von sehr großem Interesse, als dieser als Kohlenstoffsenke dient und sein Erhalt die globale Erwärmung zu verlangsamen vermag. Je "waldähnlicher" eine Edelholzplantage ist, umso mehr Kohlenstoff vermag sie zu binden.
Biologische Entwicklung
von der Aufzucht bis zur Schlagreife